< Zurück zur vorigen Seite

02.04.2020 Jahresfachtagung der ARWED für Eltern und Angehörige

– in Kooperation mit den Landschaftsverbänden NRW

Thema der Jahresfachtagung:

„Betroffene wissen wo es lang geht!“
Einsatz von Betroffenen in der professionellen Suchthilfe – Einladung zum Trialog

Der Einsatz von „Experten aus Erfahrung“ als professionelle Mitarbeiter setzt sich in der psychiatrischen Versorgung zunehmend durch. Beflügelt wird diese Entwicklung u.a. dadurch, dass deren Ausbildung inzwischen nach Qualitätsstandards erfolgt und  (EX-IN = „Experienced-Involvement/ Genesungsbegleiter*in). Ex-Konsumierende als ausgebildete EX-IN kennen die Sucht und wissen um den schweren Weg aus der Sucht aus eigener Erfahrung. Deshalb können sie mit Betroffenen von der Alltagsbegleitung bis zur Gesesungsbegleitung im Krankenhaus oder Reha sehr authentisch und auf Augenhöhe in Kontakt gehen. Sie stärken vorallem die gesunden Anteile und Ressourcen der Betroffenen bzw. geben ihnen durch ihr Vorbild Hoffnung auf ein lebenswertes Leben in der Zukunft. Ihr Einsatz/ Beschäftigung ist in der Suchtversorgung in NRW aber noch eher punktuell.

Nach einer Einführungsrunde in das Thema am Eintreffabend Freitags, werden wir am Samstag wie letztes Jahr mit Betroffenen und Professionellen gemeinsam in den „trialogischen Austausch“ gehen. Wir wollen gemeinsam erarbeiten, wo der Einsatz von Betroffenen in der Suchthilfe sinnvoll ist und wie der vermehrte Einsatz auch in der Suchthilfe in NRW vorangebracht werden kann. Als Referenten/ Austauschpartner werden wir ein Behandler-Team (Arzt/Ex-IN) aus der Suchtstation der LVR-Klinik Langenfeld  zu Gast haben , das von seiner Arbeit und Erfahrung berichten wird. Weiterhin wird ein „Erfahrungskundiger“ aus den Niederlanden bei uns sein. Dort sind Ausbildung und Beschäftigung von Betroffenen in Suchthilfeeinrichtungen fester Bestandteil der kommunalen Versorgung.

Am Sonntag begrüßen wir als Referentin eine Angehörige aus Hamburg, die die Ex-In-Ausbildung durchlaufen hat und Eltern und Angehörige berät/ begleitet. Mit ihr werden wir in den Austausch darüber gehen, ob die Unterstützung von Eltern und Angehörigen durch“professionalisierte“ Eltern und Angehörige mit Erfahrung auch für uns in NRW ein Gewinn sein könnte.

Moderation: Frank Schulte-Derne, LWL Referat Sucht

Veranstaltungsort: Akademie Biggesee, Attendorn

Kosten: EZ  90,00 € / DZ = 85,00 €