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Veranstaltungen (Archiv)

Zu den durchgeführten Seminaren und Veranstaltungen der ARWED stellen wir zumeist die zusammenfassenden Seminarunterlagen oder die Protokolle zur Verfügung, die bei den jeweils nachfolgend aufgeführten Veranstaltungen aufrufbar und einsehbar sind.

Wir freuen uns über Ihre Meinung zu unseren Veranstaltungen: über Lob ganz besonders und natürlich auch über kritische Meinungen, denn wir möchten die Qualität unserer Leistungen im Sinne der Eltern- und Angehörigenarbeit stets verbessern und anpassen: info@arwed-nrw.de

Fachaustausch und Strategiegespräch der Kreise und Mitgliederversammlung 08.11.2019 – 10.11.2019

Thema des Fachaustauschs der Kreise:

„Politisches Gestalten und Interessensvertretung des Landesverbands und der Kreise“

Referent: Ralf Seiler, Ltg. Arbeitsausschuss Drogen und Sucht der  Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW

Moderation:  Wilhelm Berns – Berns Consulting

Veranstaltungsort: Kalkar

Kosten: EZ  90,00 € / DZ = 85,00 €

Griether Str. 110-120
47546 Kalkar

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Geschwisterkinder- Seminar 25.10.2019 – 27.10.2019

Seminarthema: Wie frei bin ich? Ein Seminar für Geschwister von (Drogen-)Sucht Betroffener

In Gruppen- und Einzelarbeiten wollen wir uns damit auseinandersetzen, ob und wie
unser Leben durch unsere Geschichte bestimmt wird.

Es kann hilfreich sein einmal anders mit uns in Kontakt zu kommen. Darum werden uns Methoden aus dem katathymen Bilderleben, der Symbolebene und des NLP durch das Wochenende begleiten.

+++    zum Nachdenken  

+++   zum Nachspüren  

+++    zum Austauschen

Referentin: Maria Schmidt; Life-Balance Coaching – Training – Entspannung

Ort: Sporthotel zum Hohem Eimberg; Willingen

Kosten: EZ  90,00 € / DZ  85,00 €

nur  8 TN-Plätze !!

Zum Hohen Eimberg 3A
34508 Willingen (Upland)

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Mitmach-Workshop: Elternratgeber 05.10.2019

Mit unserem Eltern-Ratgeber wollen wir Eltern und Angehörigen, die neu von dem Thema betroffen sind, helfen und unterstützen. Es hilft, wenn man erfährt, dass andere die gleiche Erfahrung machen, wie man selbst. Unser Ratgeber soll zeigen, dass wir wissen wie es Eltern und Angehörigen geht und zwar in allen Phasen, die man in der Begleitung der Suchterkrankung im eigenen Erleben durchläuft.

Im Workshop wollen wir mit Euch sammeln:

Deshalb laden herzlich ein zum Mitmach-Workshop:

Termin: 5. Oktober 2019

Uhrzeit: 10.00 – 16.00 Uhr

Ort:        ARWED Geschäftsstelle, Bochum

Gesundheitscampus-Süd 9
44801 Bochum

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3. ARWED- Informations- Veranstaltung 2019 14.09.2019

Auf der Suche nach (Sucht-) Hilfe in NRW unterwegs mit dem Tagesthema:

„Da kann man halt nix machen – das muß ihr Kind schon selber wollen !“
Motivation als Voraussetzung der Intervention?

+++  Wir freuen uns, dass Herr Markus Theis, von der Abteilung Jugend Suchtberatung der SKM in Köln kurzfristig das Thema übernommen hat. Die bisherigen Referentinnen mussten leider wegen Krankheit absagen +++

Herr Markus Theis ist Sucht- und Familientherapeut und verfügt insbesondere über langjährige Erfahrung in der Beratung und Arbeit mit Eltern/ Angehörigen von Drogensucht Gefährdeten bzw. Drogensüchtigen. Er wird die aktuellen Trends und Konzepte darstellen, mit denen in der Suchthilfe gearbeitet wird, damit die Betroffenen eine Motivation entwickeln, sich auf den Weg Richtung Abstinenz zu begeben und auf Behandlung einzulassen. Dabei wird er u.a. auch auf die Fragen eingehen:

Referent: Markus Theis, Dipl.-Soz.-Päd., Sucht- und Familientherapeut MOVE-Trainer, Fachstelle für Sucht und Aidsprävention, JUGEND SUCHT BERATUNG KÖLN, SKM Köln – Sozialdienst Katholischer Männer e.V.

Uhrzeit: 14:00 h bis 17:00 h

Ausrichter: Elternkreis Duisburg

Ort: Sana-Klinik, Veranstaltungsraum, Duisburg

Die Teilnahme ist kostenfrei

Jahresfachtagung der ARWED 05.07.2019 – 07.07.2019

Tagungsthema:

„Mittendrin statt nur dabei!“ – Einbeziehung von Angehörigen in die Behandlung – Einladung zum Trialog

Eine der zentralen Forderungen von Angehörigen von Drogensucht Betroffener, ist die Einbeziehung in die Behandlung, insbesondere in ihrer Rolle als Experten aus Erfahrung sowie als Bezugspersonen und psychosozialer Partner der Versorgung des von Drogensucht Betroffenen.

Im trialogischen Austausch sollen in der Fachtagung entlang den Versorgungssäulen der Drogenhilfe (stationäre Versorgung, ambulante Versorgung, integrierte Versorgung) über die vorhandenen Konzepte, Umsetzungstand und bestehende Hürden zur Einbeziehung von Angehörigen informiert werden. Es wird die Sicht aller Seiten (Angehörige, Betroffene und Professionelle) auf das Thema von den Teilnehmern zusammengetragen und Erkenntnisse aus dem Austausch zusammengetragen, wie ein fruchtbares Zusammenwirken gelingen kann.

Dazu werden wir am Samstag gemeinsam mit Gästen (aus dem Hilfesystem und Betroffene) in Workshops in den sogenannten „Trialog“ gehen. Am Sonntag wollen wir dann für uns die Erkenntnisse aus dem Vortag noch einmal „unter uns“ in der Angehörigenselbsthilfe sortieren und vertiefen.

In Kooperation mit dem Fachreferat Sucht- und Gefährdetenhilfe des Paritätischen NRW sowie den Suchtkoordinationsstellen der Landschaftsverbände NRW

Moderation: Mathias Speich, Fachreferent Sucht- und Gefährdetenhilfe, Der Paritätische NRW
Referenten u.a.:

Dr. David V. Steffen, Beauftragter der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V., Saarlouis
Frank Happel, Sprecherkreis des Fachausschuss der Suchtselbsthilfe (FAS) NRW

Ort: Akademie Biggesee; Attendorn

Kosten: EZ = 90,00 € – DZ = 85,00 €

2. ARWED- Informations- Veranstaltung 2019 15.06.2019

Auf der Suche nach (Sucht-) Hilfe in NRW unterwegs mit dem Tagesthema:

„Bitte nicht helfen, es ist auch so schon schwer genug….“
Im Spannungsfeld zwischen professioneller Hilfe und Selbsthilfe

Der Referent Jürgen Weber ist bereits seit langen Jahren der professionelle Begleiter des Elternkreises Hürth und uns Eltern und unserer Selbsthilfearbeit von Herzen zugetan. Gerade deshalb traut er sich mit dem Thema ein „heißes Eisen“ anzufassen: Eltern wollen Ihren Kindern immer helfen – ein ganz natürlicher Impuls. Das gilt ganz besonders, wenn Eltern die Befürchtung haben, dass bei ihrem Kind etwas ganz grundsätzlich schiefzulaufen droht oder bereits schiefgelaufen ist. Eltern von Drogensucht Gefährdeten und Drogensüchtigen holen sich in Ihrer Sorge und Verzweiflung überall Hilfe für sich und ihr Kind. Dies tun sie sowohl bei Profis z.B. in den Drogenberatungen und bei Ärzten und Therapeuten aber auch bei uns in den Eltern- und Angehörigenkreisen.
Aber: Wer hilft eigentlich wie? Helfen wir mit unserem „herumrennen“ im Hilfesystem unseren Kindern wirklich? Und unterstützt die Selbsthilfe in unseren Kreisen die Unterstützungsbemühungen der Profis bei unseren Kindern oder wirkt die Selbsthilfe eventuell sogar störend?
Mit geübter Hand wird Jürgen Weber uns an dem Nachmittag durch diese kritischen Fragen führen und die ein oder andere überraschende Antwort geben!

Referent: Jürgen Weber, Familientherapeut

Uhrzeit: 14:00 h bis 17:00 h

Ausrichter: Elternkreis Hürth

Veranstaltungsort: Arbeiterwohlfahrt Hürth

Die Teilnahme ist kostenfrei

Große Oelbruchstr. 22
50354 Hürth

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1. ARWED- Informations- Veranstaltung 2019 13.04.2019

Ort: Aesculap Akademie, Bochum

Referent: Dr. Robert Drechsler-Funck, Oberarzt LVR-Klinik Köln

Auf der Suche nach (Sucht-) Hilfe in NRW unterwegs mit dem Tagesthema:

Alles „Bio“ oder was? – Eine neurologische Sicht auf die Sucht

Mit einer anderen Sichtweise über den Zusammenhang zwischen Sucht und „Disposition“ wurde die Sucht aus der neurologischen Sicht von unserem Referenten Dr. Robert Drechsler-Funck erötert. Mit neuen Erkenntnissen aus der Wissenschaft, wie Hirnforschung und der Genetik, konnte er sehr verständlich den Teilnehmern der Informationveranstaltung u.a. Ursachen der Suchtentstehung erörtern. Ebenso neue Wege bei der Medikamentierung oder bei der psychotherapeutischen Behandlung waren Inhalt seines eindrucksvollen Vortrags.

Interessante Fragen und Diskussionen zum Ende des Nachmittags rundeten eine gelungene Veranstaltung ab.

ARWED Fachaustausch und Strategiegespräch der Eltern – und Angehörigenkreisleitungen 16.11.2018 – 17.11.2018

Ort: Hotel Rheinpark, Rees

Referent: Wilhelm Berns, Berns Consulting

Das Strategiegespräch wurde 2017 zum ersten Mal durchgeführt. Das gemeinsame Arbeiten an dem, was wir in unseren Kreisen wollen und brauchen und was wir uns in der Landesverbandsarbeit konkret für 2018 vornehmen, wurde von allen Beteiligten als fruchtbar empfunden. Es soll deshalb ab jetzt jedes Jahr durchgeführt werden. Auf Wunsch der Leitungen, wird das Gespräch um einen Fachaustausch ergänzt. Hier soll es im Schwerpunkt darum gehen für die Leitungsarbeit miteinander und voneinander zu lernen: mit welchen Inhalten und welchen Methoden können wir unsere Kreise bereichern?

Vor dem Rheintor 15
46459 Rees

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ARWED - Besinnungstage 26.10.2018 – 28.10.2018

„…und ich habe auch noch ein Leben!“ Eigene Kraft und eigene Ressourcen im Blickfeld – eine Spurensuche!

Besinnungstage in Willingen

Den eigenen Standort erkennen und woher Freude und Kraft kommen. Vielfältig haben wir uns ausprobiert: Bogenschießen, E-Bike, Singen, Tanzen, Rodeln, Klettern, Glasblasen (war leider mehr zuschauen…) – – erstaunlich, was wir können, wie man sich dabei fühlt und für was wir Kraft haben! Gemeinsam in der Natur eine Fackelwanderung machen. Die urige Gruppenatmosphäre bei einem Hüttenabend erleben, in Mitten von Menschen, die uns alle wohlwollen. Wie gut es tut, wenn wir lachen. Wie schön es ist, sich auch mal verwöhnen zu lassen und sich gegenseitig zu verwöhnen! Zum Ende des Wochenendes nur glückliche Gesichter. Einfach ein wundervolles Wochenende, von dem alle, die dabei waren, noch lange zehren! Für alle denen unser gemeinsam musiziertes Lied noch in den Ohren klingt, anbei der Text.

Sporthotel Zum Hohen Eimberg
Zum Hohen Eimberg 3A
34508 Willingen (Upland)

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ARWED-Infoveranstaltungsreihe 2018: "Auf der Suche nach (Sucht-)Hilfe in NRW unterwegs" mit dem Tagesthema: Was hätte ich als Angehöriger tun können...? Fragen an einen Betroffenen 15.09.2018

R eferent: Mathias Wald, Keynotespeaker, Fulda

Sehr offen berichtete Mathias Wald, vor vollem Haus im Forum der Bergischen Volkshochschule in Solingen, von seinem Leben und seinem Weg. Er gewährte uns insbesondere Einblicke, welche Rolle seine Eltern in seinem Leben und Erleben gespielt haben und bis heute noch spielen. Nach dem Motto „Werde Pilot in Deinem eigenen Leben!“, hat er seine Sucht und seine Psychose überwunden und ist heute ein erfolgreicher Unternehmer.

Zu uns nach Solingen brachte er sehr viel Wissen über die Ursachen einer Suchtenwicklung mit. Dieses Wissen konnte er durch die Schilderung seiner Erfahrungen für uns sehr plastisch machen. Er erklärte aus seiner Betroffenen-Sicht, welche Rolle und welchen Platz wir seines Erachtens gegenüber unseren Süchtigen einnehmen bzw. einnehmen können und dürfen. Sehr wohltuend war es für uns zu hören, welch hohen Respekt er uns Eltern und Angehörigen zollt, für unsere Kraft, die wir in dem Kampf um unsere Kinder stecken. Für ihn seien wir „Alltagshelden“! Vielen von uns standen bei seinen Worten immer wieder die Tränen in den Augen. Eine seiner zentralen Botschaften war: ihr als liebende Eltern/Angehörige dürft uns Süchtige loslassen. Ihr dürft uns zumuten unseren Weg zu gehen. Und ihr dürft euch auch von uns abgrenzen, damit nicht Euer eigenes Leben durch uns kaputt geht. Solange die Liebe zu uns Süchtigen im Kern bleibt. Denn das ist es, was wir trotz unserer Krankheit spüren und uns trägt.

Die im Anschluss in der Fragerunde an ihn gerichteten Fragen, beantwortete er sehr klar in seinen Aussagen. Einschränkend sagte er, dass Drogen-Schicksale nicht alle miteinander vergleichbar sind. So könne er z.B. keine Aussage darüber treffen, wie Eltern mit ihren Kindern umgehen sollen, die immer wieder rückfällig werden oder gar nicht von der Sucht loskommen, weil er zu Rückfällen selbst keine Erfahrung hat.

Alles in allem war es ein sehr bewegender und bereichender Nachmittag, für den sich auch weitere Strecken und das Durchstehen mühseliger Staus auf der Anfahrt gelohnt hatten! Dem Elternkreis Solingen danken wir sehr herzlich für die wunderbare Bewirtung und hervorragende Organisation durch das „frau-mannstarke“ Helferteam!

ARWED - Elternkreis-Seminar und Jahreshauptversammlung 2018, Akademie Biggesee in Attendorn 06.07.2018 – 08.07.2018

26. Eltern- und Angehörigenkreisseminar zum Thema:

Gesetzliche Betreuung: „Eine Chance für uns und unsere Sorgenkinder!?“

Wir kommen mit unseren Sorgenkindern schnell und oft an die Grenze, wo wir etwas für sie tun können. Auch ist es wichtig, dass sich unsere Sorgenkinder trotz ihrer Erkrankung so gut es geht verselbstständigen. Aber wenn wir den Eindruck haben, unsere Sorgenkinder schaffen das nicht alleine … – ist dann die gesetzliche Betreuung ein möglicher Weg?

In diesem Seminar wurde der Frage nachgegangen, ob und für was gesetzliche Betreuung uns und unseren Sorgenkindern helfen kann. Hierzu hatten wir Experten zu uns eingeladen, die mit der Umsetzung des Betreuungsrechts befasst sind: eine Rechtspflegerin des Amtsgerichts Olpe, zwei gesetzliche Betreuer, den Leiter der Betreuungsbehörde Olpe und mit gesetzlicher Betreuung erfahrene Eltern. Unter der sympathisch lockern und gleichzeitig sehr sachkundigen Führung unserer Moderatorin Cornalia Benninghoven informierten die Referenten uns über das Betreuungsrecht aus ihrer jeweiligen Perspektive, berichteten über ihre Erfahrungen stellten sich unseren Fragen. Interessant beleuchtet wurde durch das Format der Veranstaltung auch die Schnittstellen zwischen Amtsgericht, Betreuungsbehörde und gesetzlichen Betreuer.

In der abschließenden Podiumsdiskussion zogen wir zur Ausgangsfrage das gemeinsames Resümee, dass die rechtliche Betreuung für uns sehr entlastend sein kann. Voraussetzung dafür ist, dass Betreuter und Betreuer gut „miteinander können“. Wichtig ist auch, dass wir Angehörige ein gutes Wissen darüber haben, was die Aufgaben eines Betreuuers sind, um nicht falsche Erwartungshaltungen an die Betreuung zu haben. Weiterhin wäre es wünschenswert, wenn wir z.B. neben den offiziellen Broschüren, die es zum Betreuungsrecht gibt auch eine spezialisiertere Handreichung hätten, die mehr unsere Bedarfe und Fragen beantwortet. Klar wurde auch, dass die Betruung unserer Betroffenen wesentlich zeitaufwändiger ist, als der Gesetzgeber dies derzeit berücksichtigt. Hier wurde von allen Referenten und Teilnehmern Handlungsbedarf gesehen.

Die Folien des Vortrags der Rechtspflegerin findet sich im Download. Interessant sind auch folgende Broschüren zu dem Thema: Broschüre Betreuungsrecht BMJV sowie Broschüre Abgrenzung von rechtlicher Betreuung und Sozialleistungen.

8. Juli 2018

Jahreshauptversammlung der ARWED e.V. Wie immer unter großen Engagement der angreisten Mitglieder, fand die Mitgliederversammlung der ARWED 2018 statt. Die Foto-Dokumentation des Tagesordnungspunkt, in dem wir uns Gedanken über die die Ziele und zuküftigen Arbeitsschwerpunkte der ARWED Gedanken gemacht haben, findet sich hier

Dokumentation

ARWED-Infoveranstaltungsreihe 2018: "Auf der Suche nach (Sucht-)Hilfe in NRW unterwegs" mit dem Tagesthema: Ambulant, stationär, Reha, Bewo....Wer hat den Durchblick? Suchthilfe in NRW + Feier des 35. Jubiläums des Elternkreises Köln II 09.06.2018

Referentin: Dr. Anne Pauly, Referentin der Landesstelle Sucht NRW

Mit dieser Veranstaltung beging der Elternkreis Köln II sein 35. Jubiläum. Der Gemeindesaal in Köln-Dellbrück war vom Elternkreis liebevoll vorbereitet. Er bot einen sowohl würdevollen als auch gemütlichen, herzlichen Rahmen für die Feierlichkeiten und die anschließende Informationsveranstaltung. Auch das Wetter war der Veranstaltung hold. So konnten bei zwar warmen Temperaturen nette Gespräche und neues Kennenlernern nicht nur drinnen sondern auch draußen an den Stehtischen stattfinden.

Unter der kundigen Führung der Moderatorin Cornelia Benninghoven überbrachten u.a. die stellv. Kölner Oberbürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und unsere BVEK-Vorsitzende Maria Volkmar die Glückwünsche zum Jubiläum des Kreises. Im moderierten Podiumsgespräch stellte dann der Elternkreis, auf sehr unterhaltsame Art, das Werden der Elternkreisarbeit von der Gründung bis heute vor. Dabei beindruckte sehr, wie bei der Gründung des Kreises Frau Griesemann noch überall vor verschlossenen Türen stand. Heute ist der Kreis eine feste Größe und ein geschätzter Partner der Stadt Köln. Das zeigt: Gremienarbeit in der Kommune lohnt sich für unsere Kreise! Die abschließende Frage von Frau Benninghoven, nach den Wünschen und dem Ausblick in die Zukunft des Kreises, animierte die Bürgermeisterin noch einmal zu einem mutmachenden Bekenntnis für die Bedeutsamkeit der Selbsthilfe sowie zu einem klaren Angbot politischer Untersützung.

Im Anschluss war der Saal weiterhin voll! Frau Dr. Pauly gab uns einen hervorragenden Überblick über das Sucht-Hilfesystem in NRW. Das Suchthilfesystem ist sehr vielfältig und die Angebote sind gut ausgebaut. Die Hilfen stehen aber auf vielen gesetzlichen Füßen. Das bedingt eine komplexe Struktur der Zuständigkeiten und Finanzen, verbunden mit der Gefahr von z.B. Systembrüchen oder Doppelstrukturen. Das System sei nicht nur für uns Laien schwer zu durchschauen! Verbesserungsfähig sei auch, dass die Hilfegewährung oft an „Auflagen“ gebunden ist, die der Süchtige zunächst zu erfüllen hat. Das Wesen der Suchtkrankheit ist aber, dass strukturierte, nachhaltige Schritte und damit die Erfüllung dieser Vorbedingungen nicht gelingen. Deshalb wäre ein niederschwelligerer Einstieg in die Hilfegewährung wünschenswert. In der sehr engagierten Diskussion mit Frau Dr. Pauly, kamen wir zu dem Schluss, dass es keinen eindeutigen „Treiber“ gibt, der Verbesserungen des Systems einfordert. Aber wir als Angehörige in der Selbsthilfe können ein starker Treiber sein. Hierfür ist es wichtig, unsere Angliegen gemeinsam in konkrete Forderungen und Stellungnahmen zu fassen und sie dann über die zuständigen Gremien sowohl in den Kommunen als auch auf Landesebene auf die „Agenda“ zu bringen. Schön war zu spüren, wie sehr Frau Dr. Pauly unsere Anliegen ernst nahm. Sehr wertschätzend versprach sie, ihre Erfahrungen aus dem Nachmittag auch in die Landesstelle Sucht NRW mitzunehmen.

Zum gemütlichen Ausklang gingen dann bei schon „abschiedswehmütigen“ Gesprächen die letzten Brötchen weg, abgerundet durch ein Kaltgetränk, dass bei keiner echten Kölschen Runde fehlen darf! Vielen Dank allen Beteiligten – vor allem Euch Kölnern – für diesen schönen, spannenden und anregenden Nachmittag. Wir wünschen Eurem Kreis weiter alles Gute für die Zukunft!

Der Vortrag von Frau Dr. Pauly findet sich zum Nachlesen im Download

Gemeindehaus der evangelischen Christuskirche
Dellbrücker Mauspfad 345
51069 Köln-Dellbrück

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ARWED-Infoveranstaltungsreihe 2018: "Auf der Suche nach (Sucht-)Hilfe in NRW unterwegs" mit dem Tagesthema: Wenn es zu Hause eskaliert...: Umgang mit bedrohlichen Situationen zwischen uns und unseren Sorgenkindern 21.04.2018

Referenten: Katrin Herder, Pflegewissenschaftlerin und Mitarbeiterin ambulante Dienste PTV e.V. Solingen, André Nienaber, wissenschaftl. Mitarbeiter, FH Diakonie Bielefeld

Aggression durch Suchtdruck, durch den Einfluss von Drogen oder auch durch psychotische Zuständen bei unseren Sorgenkindern verursacht, bringen uns manchmal in sehr schwierige bis gefährliche Situationen.

Die Referenten zeigten den zahlreich erschienenen interessierten Eltern und Angehörigen sehr gut und praktisch auf, welche Verhaltensweisen in Krisen geeignet sind, die Situation nicht eskalieren zu lassen bzw. deeskalierend zu wirken. Ebenso wichtig war aber auch die Erkenntnis für uns Angehörige, dass in der Krise immer auch die Chance der Klärung und Entwicklung steckt. Sobald die Krise nicht mehr akut ist, kann das Geschehene zum Anlass genommen werden, darüber mit dem Betroffenen in Ruhe zu sprechen. Dinge, die sich in der Zukunft ändern sollen, damit solche Situationen nicht wieder auftreten, können benannt und geklärt werden.

Wir danken sehr herzlich dem Elternkreis Duisburg e.V. für die hervorragende Ausrichtung der Veranstaltung!

Die Präsentation der Referenten zum Thema und die Dokumentation unserer sehr angeregten Dokumentation zum Thema finden Sie hier zum Download.

ARWED-Infoveranstaltungsreihe 2018: "Auf der Suche nach (Sucht-)Hilfe in NRW unterwegs" mit dem Tagesthema: Versorgungssituation der "Doppeldiagnose" in NRW 17.02.2018

Referent: Werner Terhaar, Alexianer, Münster

Herr Terhaar verantwortet als Oberarzt im Alexianer Krankenhaus in Münster die Bereiche Suchtambulanz und Wohnen und verfügt über umfassende Erfahrung in der Behandlung der Doppeldiagnose. Im modernen Ambiente der Hochschule für Gesundheit in Bochum, gewährte Herr Terhaar uns aus seinem reichen Erfahrungsschatz einen Einblick, von welchen Standards in der Versorgung der Doppeldiagnose in NRW derzeit ausgegangen werden kann. Wir waren fasziniert und dankbar, wie gut Herr Terhaar die Perspektive von uns Angehörigen aufnahm. Auf alle Fragen bekamen wir fachlich fundierte und warmherzige Antworten. Viele hilfreiche Informationen und Klärendes für unsere Sorgen und Nöte nahmen wir aus dem Nachmittag nach Hause.

Zum Nachlesen findet Ihr die Vortragsfolien von Herrn Terhaar nachstehend als Download.

Gesundheitscampus 6-8
44801 Bochum

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1. Treffen der AG: „JVA und Maßregelvollzug“ 03.02.2018

Einige von unseren Eltern/ Angehörigen haben Betroffene, die sich in Haft oder im Maßregelvollzug befinden, waren oder denen die Haft bevorsteht. Für die von diesem Thema betroffenen Angehörigen stellen sich viele Fragen und sie erleben sehr belastende Situationen. In der AG wollen wir uns zu diesem Sonderthema von Betroffenen zu Betroffenen austauschen. Weiterhin wollen wir Fragen rund um dieses Thema sammeln.

Im ersten Treffen der AG stand das Kennenlernen und ein erster Erfahrungsaustausch im Vordergrund.

Es entstand eine Liste der Themen, die uns Betroffene umtreiben. Schnell wurde auch deutlich, wie unterschiedlich die Ausgestaltung des Angehörigenkontakts und der Umgang mit der Sucht von JVA- zu JVA-Einrichtung bzw. von Maßregelvollzugs- zu Maßregelvollzugs-Einrichtung gehandhabt werden. Auch stellen sich uns viele rechtliche/ fachliche Fragen.

Im weiteren Vorgehen, wird die AG zunächst zu allen gesammelten Themen Informationen zusammentragen. Hierfür wurde eine gemeinsame Online-Plattform eingerichtet. Damit wir für die AG werben können, wird weiterhin ein AG-Flyer erstellt, der über Multiplikatoren in die JVA- und Maßregelvollzugs-Einrichtungen weitergegeben werden kann. Zudem wurde überlegt schon bald einen Fachtag für Angehörige zu veranstalten.

Bahnhofstraße 41
58095 Hagen

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